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Editorial

Editorial

Von Furna bis Tschlin

Manchmal sind die Rückmeldungen wenig erfreulich. Wenneiner unserer Tester beispielsweise nach einem Besuch einesRestaurants in einem bekannten Hotel in den Bergen über die dortige Konzeptänderung schreibt: «Die probieren viel aus und haben, meiner Meinung nach, wenig Ahnung.»
Manchmal fällt der erste Kommentar eines Autors aber auch fast schwärmerisch aus, wie bei der Wiedereröffnung dieses Restaurants: «Der Start ist geglückt. Nun folgt der Marathon. Wenn Eigentümer, Küchenchef und Personal weiterhin am gleichen Strick ziehen, kann hier etwas Grosses entstehen.»


Wir halten uns beim GRAUBÜNDEN GEHT AUS! an eine einfache Regel. Wir verunglimpfen niemanden, sagen Ihnen nicht, um welche Restaurants Sie einen Bogen machen sollen. Wir veröffentlichen ausschliesslich Berichte zu aktuell und anonym besuchten Restaurants, die wir Ihnen empfehlen können. Gleich, welchen Platz ein Lokal in unseren Toplisten belegt. Gleich, ob es eine Adresse in Furna, Siat oder Tschlin ist, in Klosters, Laax oder St. Moritz. Gleich, ob die Küche für das Ochsenschwanzragout bekannt ist, man einen genialen Taleggio-Risotto an einer Creme von Erbsen mit reichlich darübergehobeltem schwarzem Trüffel bekommt oder ob die Sommelière des Jahres zur Servicebrigade gehört. Es sind
lauter Restaurants, die auf ihre eigene Art verlässlich sind.

 

Wir müssen gestehen, dass wir auch mittelmässig gegessen haben. Umso mehr freut es uns, dass wir Ihnen 100 gute Restaurants für einen Besuch ans Herz legen können. Darunter sind 48 Lokale, die wir im GRAUBÜNDEN GEHT AUS! neu aufgenommen haben. Hinten im Safiental, mitten in St. Moritz. In einem Güterschuppen, in einer ehemaligen Schuhmacherei. In einem 5-Sterne-Hotel, in einer Bergstation.

 

Beim Durchblättern und Lesen von GRAUBÜNDEN GEHT AUS! gibt es viel Neues und sehr viel Reizvolles zu entdecken. Dabei wünsche ich Ihnen ganz herzlich viel Vergnügen.
Wolfram Meister
Chefredaktor